Keniya's Online-Wettmarkt wuchs bis 2018 auf einen jährlichen Umfang von 2 Milliarden US-Dollar, angetrieben vor allem durch die mobile Zahlungsinfrastruktur. Dieses Wachstum wurde durch M-Pesa ermöglicht, das den Großteil der Transaktionen im gesamten Land abwickelte.
Wachstum mobiler Transaktionen
Der Markt verzeichnete in den fünf Jahren vor 2018 eine hundertfache Zunahme. Mobilgeräte machten 96 Prozent aller Wetttätigkeit aus, während traditionelle Bank- und Kartennetzwerke nur eine geringe Akzeptanz fanden. M-Pesa fungierte als zentrale Transaktionsschicht für Anbieter und Nutzer gleichermaßen.
Infrastruktur und Lizenzierung der Anbieter
Mehrere Unternehmen nutzten dieses Zahlungssystem, um Marktpräsenz aufzubauen. SportPesa nutzte die M-Pesa-Integration, um Sponsoring-Verträge mit Premier-League-Klubs zu finanzieren, bevor es 2019 nach einem Steuerstreit den Markt verließ. Auch Betika und MozzartBet bauten ihre Plattformen um dieselbe Mobile-Money-Infrastruktur herum. Eine direkte Anbindung an M-Pesa erfordert eine lokale kenianische Wettlizenz. Unternehmen ohne diese Genehmigung müssen Transaktionen über Drittanbieter-Aggregatoren leiten, was die Gewinnmargen reduziert und die direkte Kundenansprache einschränkt.