Der ehemalige NCAA-Division-I-Basketballspieler Kerr Kriisa wurde nach einer FBI-Untersuchung mit fünf Anklagepunkten wegen Drahtbetrugs konfrontiert. Die Anklageschrift, die am Montag im US-Bundesgericht für den nördlichen Distrikt von West Virginia veröffentlicht wurde, beschreibt einen Finanzbetrug in Höhe von 2,2 Millionen US-Dollar, der sich von 2022 bis Juni 2026 erstreckt.
Details des Finanzbetrugs
Die Staatsanwaltschaft wirft Kriisa vor, fiktive Identitäten und falsche Darstellungen verwendet zu haben, um Zahlungen von mehreren Personen zu erhalten. Über einen dreijährigen Zeitraum bis 2024 soll er einer Opferperson E-Mails bezüglich der Finanzierung des Familienbetriebs gesendet haben, während er sich als seine Mutter Kersti Kull ausgab. Eine zweite Opferperson wurde bis Februar 2026 kontaktiert, wobei Kriisa sich angeblich als eine Person namens Irene ausgab, um Geldmittel zu erbitten. Die Anklageschrift führt zudem aus, dass Kriisa behauptete, seine Mutter benötige eine Krebstherapie, ein Umstand, den die Staatsanwaltschaft als falsch beschreibt.US-Justizminister Matthew Harvey wies darauf hin, dass Finanzbetrug das Vertrauen untergräbt und Opfer schädigt, die glauben, jemandem in Not zu helfen. Kriisa wurde am Feiertag des 4. Juli festgenommen und wartet derzeit auf die Auslieferung nach West Virginia. Erste Berichte deuteten auf eine mögliche Beteiligung an Wettmanipulationen hin, doch die Gerichtsunterlagen enthalten keine Anklagepunkte im Zusammenhang mit Punktabzügen oder Bestechung bei sportlichen Wettkämpfen.
Kriisa absolvierte sechs Saisons im NCAA-Division-I-Basketball und spielte für die University of Arizona, West Virginia, Kentucky und die University of Cincinnati. Er ist kürzlich zu Tartu Ülikool in der estnisch-lettischen Basketball-Liga gewechselt und ist der Sohn des ehemaligen estnischen Nationalspielers Valmo Kriisa.